Vorfahrtsregeln beim Windsurfen

Beim Windsurfen muss man natürlich einige Regeln lernen, um Gefahrensituationen zu vermeiden. Hier gibt es klare Vorschriften, die beachtet werden müssen. Die Regeln sollten gelernt werden, bevor man auf das Wasser geht.

Dies sind die wichtigsten Vorfahrtregeln:

Lee vor Luv

Lee ist die Seite vom Wind abgewandt, Luv ist die Seite, die dem Wind zugewandt ist. Wenn Sie in den Wind schauen, dann ist der Wind vor Ihrem Gesicht Luv und alles hinter dem Rücken Lee.

Stellen wir uns zwei Surfer vor: Wenn beide in die gleiche Richtung schauen, dann hat der Surfer in Lee-Richtung Vorfahrt. Wer im Lee steht, der hat weniger Winddruck und kann sein Surfbrett schlechter steuern und abwarten. Deswegen macht es Sinn, dass derjenige im Lee Vorfahrt hat.

Ein Ausweichen wäre hier nur schwer möglich.

Backbord vor Steuerbord

Dies sind wohl die wichtigsten Begriffe. Backbord ist in Fahrtrichtung links, Steuerbord die rechte Seite. Bug ist hierbei die Seite, die gegen den Wind steht. Steht der Windsurfer auf der rechten Seite, dann ist sein Segel auf Backbord, also auf der linken Seite. Kommen sich zwei Windsurfer entgegen, dann gilt Backbordbug vor Steuerbordbug.

Wenn Sie Vorfahrt haben, dann müssen Sie sich besonders gut an die Regeln halten. Das ist der Fall, wenn das Segel auf der Bordseite steht. Die rechte Hand hat dabei die Position in der Nähe des Mastes. Die linke Hand ist die Segelhand. Mit der rechten Hand am Mast hat man Vorfahrt.

Der Überholer hält sich frei

In dem Fall, dass Sie einen langsamen Surfer überholen möchten, müssen Sie genug Abstand zum anderen halten. Mindestabstand ist eine Surflänge. Das verhindert, dass es zu einem Unfall kommt, wenn der Überholende stürzt. Das kann übrigens bei riskantem Überholmanöver jederzeit passieren. Sollte es zu einem Schleudersturz kommen, stürzt das Segel mit Material, was meistens mehr als eine Mastlänge ausmacht. Abstand halten ist das A und O.