Physik des Windsurfens

Warum muss ich die Physik des Windsurfens kennen? Nun, obwohl Sie wahrscheinlich bereits Windsurfen können, ist die Kenntnis über die Physik des Windsurfens hilfreich. Das Wissen hilft, Fehler und Frustration zu vermeiden und die eigene Technik beim Surfen zu verbessern. Mit diesem Wissen macht das Surfen einfach mehr Spaß und man kann sich hinsichtlich Geschwindigkeit und Agilität deutlich verbessern.

So funktioniert das Segel

Das Segel funktioniert wie der Flügel eines Flugzeugs. Zuerst stellen wir uns vor, dass das Segel eine starre, flache Oberfläche ist. Der beste Vergleich ist wenn wir die Hand aus dem Fenster eines fahrenden Autos strecken. Wenn wir die Hand waagerecht ausstrecken, hat der vom Auto erzeugte Wind kaum Einfluss auf uns.

Wenn wir nun unsere Hand leicht neigen, sodass der kleine Finger (Hinterkante) niedriger ist als der Daumen (Vorderkante), beginnt die Hand zu steigen. Mit anderen Worten, es entsteht eine Aufwärtskraft, die als Auftrieb bezeichnet wird.

Es gibt jedoch eine zweite Kraft, eine seitliche Kraft, die als Widerstand bezeichnet wird. Wenn wir unsere Hand weiter kippen, verringert sich der Auftrieb und der Widerstand nimmt zu. Irgendwann wird es mehr Widerstand als Auftrieb geben und die Hand wird einfach seitlich und nicht nach oben geblasen. Das Gleiche gilt für unser Segel.

Angriffswinkel des Windsurfsegels

Natürlich bietet ein kleiner Anstellwinkel des Segels zum Wind nur sehr wenig Fläche, auf die der Wind Kraft erzeugen kann. Zu viel Fläche (aus einem zu großen Anstellwinkel) hingegen hat viel Luftwiderstand zur Folge. Der optimale Punkt zwischen dem Erreichen des maximalen Auftriebs und der Erzeugung von Widerstand ist auch beim Windsurfen entscheidend.

Wenn wir diese beiden Windkomponenten kombinieren, erhalten wir den relativen Wind. Das Segel muss im perfekten Winkel zum relativen Wind positioniert werden, um die maximale Geschwindigkeit zu erreichen, die der Wind und das Segel uns gestatten.

Die Krümmung des Segels bewirkt, dass die Luftpartikel auf der Lee-Seite einen längeren Weg zurücklegen müssen als die auf der Luv-Seite. Dieser Geschwindigkeitsunterschied erzeugt einen Druckunterschied, wobei die Oberseite (Lee-Seite) weniger Druck und die Unterseite (Luv-Seite) mehr Druck hat. Dieser Druckunterschied erzeugt den Auftrieb beim Windsurfen.