Die Geschichte des Windsurfens

Windsurfen, auch Boardsailing genannt, ist ein Sport, der die Aspekte des Segelns und Surfens auf einem Einpersonenschiff, dem sogenannten Surfbrett, vereint.

Die ersten Prototypen eines Windsurfboards stammen aus den späten 1950er Jahren. Die Kalifornier Jim Drake (ein Segler) und Hoyle Schweitzer (ein Surfer) erhielten 1968 das erste Patent für ein Windsurfbrett. Sie nannten ihr Design einen Windsurfer. Schweitzer begann Anfang der 1970er Jahre mit der Serienproduktion von Windsurfboards. Der Sport verbreitete sich schnell in ganz Nordamerika und in den späten 1970er Jahren war er auch in Europa weit verbreitet. Seine Popularität führte bald zu einer florierenden Windsurfindustrie in Europa, die mittlerweile den Windsurfmarkt dominiert. Die erste Weltmeisterschaft im Windsurfen fand 1973 statt. Gegenwärtig gibt es mehrere konkurrierende Windsurfstrecken, auf denen Regatten, Slalomrennen und Wavesailing-Wettbewerbe (ein subjektiv beurteiltes Styleevent) ausgetragen werden.

Beim olympischen Windsurfen fahren die Segler über einen traditionellen Dreieckskurs. Windsurfen wurde erstmals 1984 als Demonstrationssport ausgetragen, wobei 1992 getrennte Wettkämpfe für Männer und Frauen eingeführt wurden. Bei den aufeinanderfolgenden Olympiaden kam es zu leichten Ausstattungsänderungen: Bei den Spielen 1984 wurden Windglider-Surfbretter eingesetzt, 1988 Division II-Boards, 1992 Lechner-Boards und 1996 Mistral-Boards.

Ein Windsurfbrett besteht aus einem Brett und einem Rigg. Die frühen Windsurferboards waren 3,5 Meter lang und wogen 27 kg. Die aktuellen Boards sind 2,5 bis 4 Meter lang und wiegen zwischen 7 und 18 kg. Lange Bretter (mehr als 3 Meter lang) haben einen kleinen Kiel, auch Schwert genannt, und ein Skeg (hintere Bodenflosse), aber kein Ruder. Kurze Bretter (weniger als 3 Meter lang) haben ein Skeg, aber kein Schwert. Das Rigg besteht aus Segel, Doppelbaum, Mast und Mastfuß. Segel können in Größe (3,5 bis 10 Quadratmeter) und Funktion (Rennen, Slalom und Wellen) variieren. Der Mast wird durch den Mastfuß mit dem Brett verbunden. Er verfügt über ein Kreuzgelenk, mit dem der Mast in jede Richtung bewegt werden kann. Das Surfbrett wird gesteuert, indem die Position des Segels relativ zum Wind und zum Schwert verändert wird. Dies wird erreicht, indem man seinen Halt am Doppelausleger verstellt, um das Segel vorwärts oder achtern, luv- oder leewärts zu halten.